Schlagwort: Philipp Mainländer

Der vermeintliche Pessimist Arthur Schopenhauer zeichnet ein Bild einer Welt voller Leid. Leben ist Leiden. Als Ausweg bietet er neben der Kunst das Heilmittel der Willensverneinung an. Dieses ist Thema der vorliegenden Arbeit. Sie will zeigen, wie eine Willensverneinung nach Schopenhauer möglich ist und inwiefern er dafür plausibel argumentiert. Dafür müssen wir aus zwei Gründen […]
Einigen Menschen wird ein guter Charakter zugeschrieben, anderen ein schlechter. Urteile wie diese scheinen stets bedeutsamer und grundsätzlicher zu sein als Urteile über das Äußere, Urteile über einzelne Handlungen oder etwa Urteile über das geistige Vermögen. Denn was scheint einem Menschen mehr anzuhängen auf der Reise zwischen Geburt und Tod als der eigene Charakter, während […]
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Der südafrikanische Philosoph David Benatar argumentiert in Better Never to Have Been: The Harm of Coming Into Existence dafür, dass es unmoralisch ist, Kinder auf die Welt zu bringen, und für das Aussterben der Menschheit. Einer der Gründe dafür, dass diese Konklusionen seiner Argumentation, selbst wenn man die Prämissen bejaht und das Argument als gültig […]
Das Thema der vorliegenden Arbeit erscheint im Alltag nicht sonderlich relevant. Man spricht täglich vom Tod, von überfahrenen Katzen oder von sterbenden Menschen an fernen Orten, übermittelt (und damit mittelbar) durch Medien. Der Tod ist präsent, doch er bleibt zumeist abstrakt. Und so kann man abstrakt bleibend leicht sich und anderen Menschen sagen, wie wenig […]
Das Wort Entropie ist populär. Es wird aber mit Negativem verbunden, etwa mit dem Weltuntergang. Dieser wird vielmals als unvermeidlich dargestellt, wenn auch in unterschiedlichsten Farben und Formen. Es gibt allerdings auch Ansätze im Umgang mit dem Entropiesatz, die nicht von einer solchen Negativität geprägt sind. Darunter zum einen das Unseen Universe der schottischen Physiker […]
Wer als Tourist in Frankfurt das Denkmal des Dichterfürsten aufsucht, der wird als Kritik am Goethe-Denkmal vermutlich zunächst die geographische Ausrichtung desselben anprangern: Goethe blickt in den Norden. Da heutzutage aber Blicke auf Ereignisse und Denkmäler nicht einfach unvermittelt gerichtet werden, sondern bevorzugt durch Kameralinsen, dürfte die Himmelsrichtung leicht als Problem aufgefasst werden. Es ist […]
Die Lebensgeschichte Philipp Mainländers wird oft so beschrieben: 1860 lernt Philipp Batz, der sich später Mainländer nennt, Schopenhauers Hauptwerk kennen, studiert ihn intensiv, schreibt sein eigenes pessimistisches Werk und bringt sich nach vollbrachter Arbeit um, weil ihm das Leben generell nicht lebenswert zu sein scheint. Seine Schwester Minna Batz, zu der er ein sehr inniges […]
Philipp Mainländer war wie Schopenhauer davon überzeugt, dass das Leben nicht lebenswert ist. Nach Mainländer ist das Leben die Hölle und das Nichtsein die süße Stille und die Vernichtung der Hölle des Lebens. Das sehen wohl viele Menschen anders. Nachfolgend geht es nun darum, warum einige Menschen, wenn nicht sogar die meisten, Schopenhauer und Mainländer widersprechen […]
Der Name „Philipp Batz“ oder „Mainländer“ ist selbst in seiner Heimatstadt Offenbach eher unbekannt, doch handelt es sich bei Philipp Mainländer um einen Philosophen, den man kennenlernen sollte. Bei ihm sind Philosophie und Lebensgeschichte beeindruckend eng verbunden. Die Geschichte von ihm und seiner Familie ist eine einzige Tragödie. Philipp Mainländer wurde 1841 in Offenbach geboren und starb […]