Denkraum-Termine

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Schopenhauer-Jour-Fixe in Frankfurt am Main

Die Teilnahme am Schopenhauer-Jour-Fixe ist kostenlos, eine Anmeldung ist nicht erforderlich.

Im Jahr 2019 befassen wir uns mit der 1. Auflage des Hauptwerks – der junge Schopenhauer ist unser Thema. Im 1. Quartal geht es um die Vorstellung, das Theater, Phantasmen und das Virtuelle, im 2. Quartal um den Willen und die Grausamkeit. Kunst und Bildung führen im 3. Quartal auf den Pfad der Selbsterkenntnis des „dumpfen Drangs“, während Mitleid und Mitgefühl im 4. Quartal einen Vorgeschmack auf das wahre Leben geben können. Die gemeinsame Lektüre von exemplarischen Texten steht jeweils am Anfang der Quartale, die Verbindung zu aktuellen Themen bildet den zweiten Schritt und der Versuch, den philosophischen Horizont in den Blick zu bekommen, den dritten.

  • Donnerstag, 24.01.2019: Die Welt der Vorstellungen
  • Donnerstag, 28.02.2019: Guckkasten und Theater
  • Donnerstag, 28.03.2019: Der indische Weg
  • Donnerstag, 25.04.2019: Analogien und soziale Welt
  • Donnerstag, 23.05.2019: Grausamkeit
  • Donnerstag, 13.06.2019: Selbsterkenntnis des Willens
  • Donnerstag, 25.07.2019: Vom Zweck der schönen Künste
  • Donnerstag, 19.09.2019: Erhoben vom Erhabenen
  • Donnerstag, 31.10.2019: Triebfedern der Moral
  • Donnerstag, 21.11.2019: Empathie und Mitgefühl
  • Donnerstag, 19.12.2019: Ausblick ins Nichts

Der Jour-Fixe ist eine Veranstaltung der Ortsvereinigung Frankfurt a.M. der Schopenhauer-Gesellschaft e.V. Er findet in der Regel am letzten Donnerstag im Monat von 18.00 – 19.30 Uhr b.a.w. im 1. Stock des Iimori-Hauses, Braubachstraße 24 (Nähe Römer), statt. Es handelt sich um einen offenen Kreis. Interessierte sind herzlich willkommen!

Sonderführungen im Goethe-Museum: Romantische Nachtwachen mit Schopenhauer und Goethe

Zur „Stimme der Romantik“ gehören Walter Benjamin zufolge die ‚Nachtwachen des Bonaventura‘, ein satirischer Roman des Göttinger Schriftstellers und Theaterregisseurs E. A. F. Klingemann, der 1805 erschienen ist. In 16 Episoden experimentiert der Erzähler Kreuzgang virtuos mit unterschiedlichen Genres und Kunstformen. Neben der Literatur spielen Musik, Theater und Malerei eine Hauptrolle. Romantische Sprachkunst, eine losgelassene Ironie und die Erkenntnis, dass hinter allen Erscheinungen das Nichts gähnt, zeichnen dieses Werk aus.

Die Sonderführungen des Jahres 2019 haben zum Ziel, das romantische Moment der Nachtwachen als Hintergrund sowohl für das Spätwerk Goethes wie auch das Hauptwerk des jungen Philosophen anhand von Exponaten des Museums deutlich zu machen.

  • Sonntag, 10.02.2019 Die Nacht des Gefühls und der Tag der Vernunft
  • Sonntag, 14.04.2019 Die Ordnung des Tollhauses
  • Sonntag, 16.06.2019 Brieftheater und andere Szenen: Hamlet schreibt Ophelia
  • Sonntag, 15.09.2019 Die große und die kleine Kunstkammer: Natur oder Museum
  • Sonntag, 20.10.2019 Nachtwachen-Bilder: Maler und Illustratoren
  • Sonntag, 15.12.2019 Das dreifache Nichts

jeweils sonntags 11.00 Uhr, max. 15 Teilnehmer

Anmeldung erbeten unter 069 / 13880-0 oder anmeldung@goethehaus-frankfurt.de

Mitglieder frei, Gäste €7,00

Veranstaltung zum 231. Geburtstag von Arthur Schopenhauer

Freitag, 22. Februar 2019, 20.00 Uhr, Romanfabrik, Hanauer Landstraße 186

Otto A. Böhmer, Frei nach Schopenhauer

Der nördlich von Frankfurt lebende Autor Otto A. Böhmer ist seiner Neigung zur Philosophie immer wieder schriftstellerisch nachgegangen. Mit seinem biographischen Roman Frei nach Schopenhauer (Verlag Karl Alber) beschäftigt er sich nach seinem großen Essay Schopenhauer oder Die Erfindung der Altersweisheit (2010) erneut mit dem großen Frankfurter Denker. Der Held seines Romans heißt Egidius Fitzroy, ist Professor und freischaffender Philosoph. Er berät Menschen, die sich mit Sinnfragen und Lebensproblemen an ihn wenden. So lernen wir neben ihm auch weitere wunderliche Zeitgenossen kennen, und immer wieder bieten Schopenhauer’sche Lebensweisheiten Orientierung. Da schickt ihn die fiktive Internationale Schopenhauer Gesellschaft auf ein Kreuzfahrtschiff zur Seelenmassage. Eine Lesung zu Ehren des großen Philosophen Schopenhauer (1788–1860) anlässlich des 200. Geburtstags des Hauptwerks.

In Zusammenarbeit mit der Schopenhauer Gesellschaft e.V. (Sitz: Frankfurt a.M.).

„HÖLLENGESPRÄCHE. VON MACHIAVELLI ÜBER MAURICE JOLY ZU DEN WEISEN VON ZION“

Der französische Schriftsteller und Anwalt Maurice Joly (1829-1878) veröffentlichte 1864 anonym in Belgien ein Streitgespräch zwischen Machiavelli und Montesquieu (Dialogue aux enfers entre Machiavel et Montesquieu), das sich gegen die autokratische Politik Napoleons III. richtete und ihm eine Anklage wegen Verleumdung sowie 15 Monate Gefängnishaft einbrachte. Montesquieu argumentiert dort im Sinne des Liberalismus und der Aufklärung, Machiavelli tritt als Vertreter einer dezidiert „machiavellistischen“ Machtpolitik auf.

Diese kritische Streitschrift diente Anfang des 20. Jahrhunderts als Vorlage für das antisemitische Pamphlet Protokolle der Weisen von Zion, dessen Verschwörungstheorie auch heute noch als eine Art Pseudo-Argumentation im kollektiven Bewusstsein Politikern und anderen für demagogische Zwecke zur Verfügung steht. Bereits der Berner Prozess (1933-37) hatte das Machwerk als einen „Hetzartikel gemeinster Sorte“ bezeichnet. Aus aktuellem Anlass scheint es aber geboten, über Struktur, Textur und Funktion des Textes aufzuklären.

Kurzseminar mit Dr. Thomas Regehly, Dipl. Soz., Veranstalter der Frankfurter Benjamin Vorträge, Archivar der Schopenhauer Gesellschaft e.V., Leiter des Philosophischen Kolloquiums: Kritische Theorie, Organisator des Frankfurter Denkraums

Jeweils Di.: 05., 12., u. 19. März 2019, 19.45 Uhr bis 21.15 Uhr, Raum 204 im 2. Stock in der Freiherr-vom-Stein-Straße 30 im Anbau der Westend-Synagoge, 60323 Frankfurt am Main

Kursgebühr: € 18,-; ermäßigt € 15,-


vergangene Termine

Programm 2. Halbjahr 2018

Download: 2018_2_Denkraumprogramm.pdf

 

Programm 1. Halbjahr 2018

Download: 2018_1_Denkraumprogramm.pdf

Über den Veranstalter

Dr. Thomas Regehly wurde am 28.06.1956 in Cloppenburg geboren. Er hat Philosophie, Soziologie und Griechisch studiert und ist Autor zahlreicher Bücher. Neben den hier aufgeführten Vorträgen lehrt er auch als Dozent an der Jüdischen Volkshochschule Frankfurt am Main. Er ist verheiratet und hat 3 Kinder (Jakob, * 12.3.1992, Paul, * 6.7.1994 und David, * 5.5.1998).

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