Wie ist der Begriff von Wissen oder Erkenntnis in der westlichen, antiken Philosophie? Was kann man wissen? Wie kann man wissen? Welche Gründe gibt es, Wissen zu bezweifeln? Darum geht es in diesem Artikel. Mehr zum Münchhausen-Trilemma gibt es in diesem Artikel, aber auch hier. Ein Quiz zur westlichen Philosophie-Geschichte gibt es hier.

Was ist Wissen?

Die klassische Wissensdefinition ist folgende: Wissen ist wahre, gerechtfertigte Meinung. Eine Person A hat also Wissen S, wenn S wahr ist, A glaubt, dass S wahr ist, und dazu noch A gerechtfertigt darin ist, zu glauben, dass S wahr ist. Wann ist ein Mensch darin gerechtgfertigt, etwas zu glauben, sodass man von Wissen sprechen kann? Man braucht Gründe. Man kann nicht einfach das Richtige erraten und hat dann Wissen. Dazu muss man etwas glauben; es reicht nicht, einfach etwas zu sagen oder denken. Es muss eine Überzeugung sein. Wenn man bloß einige Sätze spricht und davon ist einer wahr, dann ist das kein Wissen. Zu dem Wahrheitsbegriff gehört auch, dass es sich um eine Aussage, die wahr oder falsch sein kann. Sätze wie „Ist das Wetter schön?“ haben keinen Wahrheitswert. Sie sind weder wahr noch falsch.

Diese Definition findet sich auch bei Gettier. Als problematisch stellt er sie dar, weil es Fälle gibt, in denen man intuitiv, aber auch nach längerem Nachdenken, nicht von Wissen sprechen möchte, obwohl alle drei Bedingungen erfüllt sind. Wenn man in einer Wüste an einem Ort A steht und nach B schaut und dort aufgrund einer Fata Morgana Wasser sieht und dann überzeugt ist, dass am Ort B Wasser ist, dann ist man gerechtfertigt in der Überzeugung, dass am Ort B Wasser ist. Man hat eine Überzeugung und hat für sie auch noch Gründe. Damit sind zwei von drei Bedingungen der klassischen Wissensdefinition erfüllt. Wenn man nun von A nach B läuft, und feststellt, dass am Ort B das Wasser, was man von A aus gesehen hatte, nicht existiert, aber gleichzeitig unter einem Stein am Ort B tatsächlich Wasser findet, dann war die Überzeugung, dass an B Wasser ist, richtig. Damit sind alle drei Bedingungen wahr. Das müsste also Wissen sein – der klassischen Definition nach. Hier sagt aber die Intuition und der Verstand, dass man nicht wirklich Wissen vom Wasser in B hatte, weil die Gründe, also die Rechtfertigung für die Überzeugung nichts mit dem tatsächlichen Wasserfund, also der Wahrheit der Aussage, zu tun hat. Man hat eine gerechtfertigte, wahre Meinung, aber kein Wissen.

Ein anderes Beispiel (es gibt zusätzlich noch die klassischen Beispiele von Gettier) handelt von einer Uhr, die gerade in diesem Moment die richtige Uhrzeit anzeigt. Wenn man nun die Uhrzeit abliest, nimmt man die richtige Uhrzeit wahr, und ist mit guten Gründen davon überzeugt, die Uhrzeit zu wissen. Die Uhrzeit stimmt. Aber wenn man nun erfährt, dass die Uhr stehen geblieben ist, und diese Uhr zufällig in diesem Moment die richtige Uhrzeit anzeigt, was sie nur zwei mal am Tag macht, will man nicht von Wissen sprechen. Die drei Bedingungen sind dennoch eingehalten.

Das Problem ist, dass von der Rechtfertigungsbedingung nicht verlangt wird, dass es einen kausalen Zusammenhang zwischen dem Grund der Wahrheit und dem Grund der Überzeugung gibt. Der Begriff der Rechtfertigung ist nicht eng genug gefasst.

Was ist Wahrheit?

In der Antike herrschte überwiegend ein korrespondenztheoretischer Wahrheitsbegriff vor.

Oft ist Wahrheit in der Antike eine Eigenschaft von Dingen bzw. von der Wirklichkeit. Dinge oder Sachverhalte können falsch sein. Das ist ein nicht-propositionaler Wahrheitsbegriff, weil die Wahrheit nicht in der Sprache liegt. Diese Ansätze findet man bei Platon und bei seinem Schüler Aristoteles. So sind beispielsweise Ideen immer wahr, die sinnlichen Gegenstände weniger.

Sowohl bei Platon als auch bei Aristoteles finden sich auch propositionale Ansätze: Aussagen (Propositionen) können falsch sein, wenn sie sich nicht richtig auf die Gegenstände der Wirklichkeit beziehen. Das ist ein korrespondenztheoretischer Wahrheitsbegriff. Wahrheit oder Falschheit ist eine Eigenschaft von einer Proposition.

Wie sieht die Rechtfertigung bei Platon aus?

Platon verlangt an mehreren Stellen, dass man eine Rechtfertigung bzw. Gründe für Meinungen oder Behauptungen angeben können muss, damit man eine Meinung Wissen nennen kann. Es kann allerdings sein, dass er bloß eine Erläuterung verlangte. In jedem Fall muss eine Meinung etwas haben, dass sie stützt. Dafür, was genau eine Meinung stützen soll, gibt es mehrere Vorschläge:

  1. Die Tatsache, dass eine Meinung geäußert wird. Dann wäre allerdings alles Gesagte Wissen, auch wenn es unsinnig ist.
  2. Die Möglichkeit, Bestandteile von etwas anzugeben, macht es zu Wissen. Das macht wenig Sinn, da man konsequenterweise dann auch die Bestandteile der Bestandteile angeben können müsste und dabei sich in einem infiniten Regress verlieren würde. Außerdem stellt sich die Frage, ob es nicht nötig sein könnte, zu wissen, wie die Relation der Bestandteile ist, oder wie die Funktion ist?
  3. Die Fähigkeit, ein Unterscheidungsmerkmal anzugeben. Dabei würde man beispielsweise einen Gattungsbegriff und eine artbildende Differenz angeben. Der Mensch ist dann also ein vernünftiges Lebewesen. Die Gattung ist das Lebewesen und die Besonderheit dieser Art ist die Vernunft. Die Schwäche dieser Form ist, dass man eine Unterscheidung schon durch das Benennen einführt und dennoch nichts weiter weiß, als wie etwas zu benennen ist.

Was kann man in der antiken Philosophie wissen?

DIe Gegenstände des Wissens sind in der Neuzeit kaum eingeschränkt. In der antiken Philosophie konnte man nach Aristoteles dagegen nur von ganz bestimmten Dingen wissen:

Von stabilen, allgemeinen, unveränderlichen Dingen kann man Wissen haben. Diese Gegenstände oder Entitäten müssen mit Notwendigkeit bestehen. Dies gilt beispielsweise für die Mathematik. Die Gesetze der Mathematik gelten notwendig. Deduktiv kann man zu Wissen gelangen. Es handelt sich auch um wesentliche Eigenschaften, ohne die etwas nicht gedacht werden kann: Für ein Viereck ist es wesentlich, vier Ecken zu haben. Nach Platon wären das z.B.: Ideen. Wissen ist immer etwas erreichbares mit einem sicheren Zugriff auf die Wahrheit.

Von veränderlichen Dingen kann man nur Meinungen haben, da diese nicht notwendig gelten. Singuläre oder kontingente Sachverhalte sind Gegenstand von Meinungen. Sie gelten nicht notwendig und können sich verändern: z.B.: akzidentielle Eigenschaften von Menschen. Damit kann man auch kein Wissen in den Gettier-Fällen haben, es handelte sich nie um Notwendigkeiten, sondern nur um veränderliche Dinge.

In dieser antiken Auffassung wurden diese zwei Vermögen getrennt: Das Meinung-haben und Wissen-haben. Da stellen sich folgende Fragen: Kann man keine Meinungen von unveränderlichen Dingen (z.B. Ideen) haben? Muss man unbedingt diese Vermögen trennen, reicht es nicht, sie leicht zu unterscheiden nach Qualität des Zugangs?

Die 3 Gleichnisse Platons

Bedingungen der Erkenntnis liefert Platon im Sonnengleichnis. Wie man zu Wissen gelangt, erklärt er im Liniengleichnis. Mit dem Höhlengleichnis schildert Platon, wie man Wissen nutzen kann.

  1. Sonnengleichnis: Man kann die Dinge sehen, die Sonnenlicht erhalten und man kann die Sonne selbst erkennen. Wenn die Sonne nicht leuchtet, sieht man die Dinge nicht. Die Sonne erzeugt mit ihrer Energie die Gegenstände zudem. Die Sonne ist nun die Idee des Guten. Durch die Idee des Guten erkennen wir Dinge, wir können die Idee des Guten auch erkennen. Auch die Idee des Guten ist notwendig für die erkennbaren Dingen, sie erzeugt sie. Wie man ohne Sonne nicht sehen kann, so kann man ohne die Idee des Guten nicht erkennen.
  2. Liniengleichnis: Es geht um verschiedene Bereiche von Gegenständen: Es gibt Sichtbares und Denkbares. Sichtbares ist veränderlich und Denkbares ist unveränderlich. Auf einer Linie werden nach Grad der Zugänglichkeit verschiedene Bereiche dargestellt. Höhere Bereiche sind zugänglich durch das Lernen und Erkennen in dem nächsttieferen Bereich.
    1. Sichtbar sind Abbilder wie Spiegelbilder oder Schatten. Natürliche und hergestellte Dinge sind sichtbar und veränderlich. Über Sichtbares gibt es nur Meinungen. Über Abbilder kann man vermuten, über Abgebildetes kann man überzeugt sein (dennoch Meinung). Abbilder sind weniger deutlich als Bilder.
    2. Denkbar und unveränderlich sind Dinge, die mit Seele oder Verstand erzeugt werden. Sie sind erkannt oder richtig geschlussfolgert aus dem Erkannten. Gegenstände, die erkannt werden können sind insbesondere mathematische Dinge, aber auch Ideen.
  3. Höhlengleichnis: Bildung in Form von Dialektik und Erkenntnis ist der Weg zur Befreiung. Von der rein sinnlichen Welt der (Ab-)Bilder (auf der Höhlenwand) soll der Weg in die höhere Erkenntniswelt (Ausgang der Höhle) bereitet werden. Die Sonne ist die Idee des Guten und sie wirft Schatten von natürlichen Dingen außerhalb der Höhle auf die Höhlenwand. Die Menschen in der Höhle sind gefesselt und schauen auf die Wand und nehmen die Abbilder als real wahr. Losgebunden und umgedreht werden sie zunächst die natürlichen Dinge, deren Schatten vormals auf der Wand zu sehen waren, nicht für real halten. Der Philosoph möchte gerne im höheren Erkenntnisbereich bleiben, doch die Idee der Gerechtigkeit, die er einsieht, gebietet ihm, in die Höhle zurückzukehren und den Mitmenschen zu helfen.

Rationalismus und Empirismus

Heute unterscheidet man zwischen Rationalismus und Empirismus. Rationalismus bedeutet, dass Wissen hauptsächlich durch Vernunft zustandekommt und nur in ihr begründet ist. Ein erkenntnistheoretisches Fundament ist möglich, es liegt allerdings nicht in den Sinnen. Auch erste Prinzipien lassen sich durch Vernunft erkennen.

Dem Empirismus zufolge ist ein erkenntnistheoretisches Fundament ist möglich, es liegt allerdings in der sinnlichen Wahrnehmung. Begründungen von Wissen müssen mit sinnlicher Erfahrung gerechtfertigt werden. Die Vernunft spielt allerdings auch eine Rolle, da sie ordnet und verarbeitet. Dennoch liegen Gründe für Wissen vor allem in der Erfahrung.

Nach Platon bedeutet Lernen Wiedererinnern. Die Seele hatte einen Blick auf die Ideen vor der Geburt. Durch das Philosophieren bzw. Lernen wird das Wissen wiederfreigelegt, dass bei der Geburt vergessen wurde. Das ist nicht allen Menschen gleichermaßen möglich. In Platons Dialogen wird die Wiedererinnerungstheorie vorgeführt. Platon zeigt, dass man auch ohne besondere Kenntnisse bestimmte Dinge wissen kann. Allerdings bekommen die unkundigen Dialogpartner durch geschicktes Fragen des Sokrates eine Richtung, in die sie denken können, als Tipp. Damit kommt das Wissen nicht bloß aus ihnen, aber natürlich haben sie das Potenzial für dieses Wissen.

Begriffe und abstrakte Dinge sind ein Problem für Platon, wenn man sie empirisch überprüfen will, aber durch die Seele, die vor der Geburt nur Abstraktes „gesehen“ hat, keinen Zugang zu Sinnlichem hat?

In Platons Dialogen findet sich auch die tabula rasa Theorie: Am Anfang ist der Mesch „leer“ wie eine leere Wachstafel und durch Sinneseindrücke bekommt die Tafel Abdrücke oder Abbilder. Diese hängen davon ab, wie gut die Qualität des Wachs ist. Diese Theorie kann man kaum für Platons eigene Stellungnahme halten, da man seine Meinung höchstens indirekt in den Dialogen ablesen kann, außerdem widerspricht sie anderen, häufiger erwähnten Theorien. Recht gut passend zur tabula rasa Theorie ist Platons Taubenschlag Vergleich: Dabei ist der Kopf ein Taubenschlag und Tauben sind Stücke von Wissen, die man einfangen und wieder loslassen kann. Man kann Wissen haben ohne es zu besitzen. Hier ist der Taubenschlag in der Kindheit auch leer.

War Aristoteles ein Empirist?

Meist macht man es sich einfach und meint, Platon sei mit seinen Ideen ein Rationalist und Aristoteles der große Empirist. So einfach ist das natürlich nicht. Für Aristoteles ist führen zwar Sinneserfahrungen zu Erkenntnis, z.B. die Beobachtung der Natur. Aber die Prinzipien, Ursachen und Elemente bedarf mehr als sinnlicher Wahrnehmung. Abstraktion und Induktion führen Wissen über Prinzipien. Man geht von Sinnlichem aus und stellt dann Hypothesen auf über höhere Prinzipien. Erfahrung ist Voraussetzung bei allen Arten von Wissen. Höheres Wissen ist nicht direkt ableitbar, besonders nicht deduktiv, angeboren ist es auch nicht, man muss logisch argumentieren und prüfen, ob Thesen am Ende stimmig bleiben.

Wie war die antike Skepsis?

Grundsätzlich unterscheidet man die akademische Skepsis und die pyrrhonische Skepsis. Bei beiden ist es jedenfalls so, dass sie nicht behauptet hatten, dass Wissen unmöglich ist. Das wäre eine Wissensbehauptung, die dieser Behauptung widersprechen würde. Meist wurden Wissensbehauptungen von anderen Menschen oder Schulen überprüft und skeptisch betrachtet. Es wurden Gründe dafür gefunden, dass eine solche Meinung oder Aussage nicht notwendig wahr ist.

Aus den Kreisen der pyrrhonischen Skepsis stammen die 10 Tropen, die verkürzt auch als Agrippa- oder Münchhausen-Trilemma bekannt sind. In diesen Tropen sind diverse Gründe oder Arten von Gründen aufgezählt, die dazu führen, dass man eine Behauptung nicht als wahr ansehen muss. Beispielsweise wird auf die Relativität verwiesen, oder die Uneinigkeit von Gelehrten oder auf die Schwierigkeit einen Grund für einen Grund für die Behauptung zu finden (infiniter Regress, Tautologie oder dogmatische Setzung). Ziel der pyrrhonischen Skepsis ist es, zu Wissensbehauptungen gleichwertige Gegenpositionen zu finden, die gleichermaßen argumentiert werden können: „Für A schmeckt das Essen gut, also ist das Essen gut.“ Das muss man nicht glauben, wenn „für B das Essen nicht gut schmeckt, also das Essen nicht gut ist.“ Damit hat man zwei gleichwertige Gegenpositionen. Also kann man nicht wissen, ob das Essen gut ist oder nicht. Eine solche Erkenntnis führt auch zur Seelenruhe, also die Beruhigung vor der Angst der Irrtümer. Erkenntniskritik ist Mittel zum Zweck der Unerschütterlichkeit. Nach anderen Interpretationen war die Unerschütterlichkeit und das Glück lediglich ein willkommenes Nebenprodukt.

Die akademische Skepsis ist dagegen daran interessiert, Wahrheitskriterien anderer Schulen zu hinterfragen und klug zu widerlegen. Es ging ihnen wohl nicht um Seelenruhe, sondern um ein rein epistemisches Projekt, in der Tradition von Sokrates mit seiner Methode des Fragens (sokratische Methode). Nach Ansicht der Stoiker konnte man etwas wissen. Ihr Wahrheitskriterium war das Ziel akademischer Skepsis. Die Wahrheitsbehauptungen der eher zurückhaltenden Epikureer waren praktisch kaum das Ziel der Akademiker, aus heute schwer nachvollziehbaren Gründen. Das Kriterium der Stoiker war die „erkenntnistaugliche Vorstellung“. Sie hat die Merkmale der Verlässlichkeit, Deutlichkeit und sie erzeugt eine Veränderung in der Seele. Ihr Kriterium musste sie auf Druck durch die akademischen Skeptikern immer weiter verbessern, damit sie bestimmten kritischen Angriffen bestehen kann. Problematisch an der erkenntnistaugliche Vorstellung ist, dass für wahr gehalten wird, was sich nicht unterscheidet (sind zwei Vorstellungen scheinbar gleich, so sind sie in der Wirklichkeit identisch): Allerdings kann man sich trotz angemessener Vorstellungen über die Wirklichkeit täuschen.

Bei den Skeptikern stellt sich die Frage, wie man ohne Wahrheitskriterium gut oder richtig handeln können soll? Ohne Entscheidungskriterium gibt es keine Handlungsoptionen.

In Fragen der Urteile enthielten sich Skeptiker also gerne einer Behauptung. Sie hielten Vieles für möglich, doch man konnte sie nicht mit Notwendigkeit von etwas überzeugen.

Wie ist das Verhältnis von Wissen und Tugend?

Nach dem antiken ethischen Intellektualismus sind Wissen und Tugend entweder identisch oder aber extensional äquvalent, also gibt es keine Fälle, in denen man Wissen hat ohne tugendhaft zu handeln – und umgekehrt.

Nach Sokrates Wissensthese ist Tugend = Wissen. Dabei stellt sich die Frage, ob die beiden Begriffe tatsächlich identisch sind, oder ob Tugend eine Form von Wissen ist.

Nach seiner Handlungsthese handelt man gerecht, wenn man weiß, was gerecht ist. Dann wäre Wissen hinreichend für eine gute Handlung. Allerdings kann man dann nicht erklären, wie es zu Handlungen wider besseren Wissens kommt. Sokrates könnte darauf erwidern, dass diese Menschen dann eben nicht richtig wissen, was gut ist. Es bleibt aber offen, wie Menschen durch dieses Wissen motiviert werden, richtig zu handeln. Als notwendig wird Wissen für tugendhaftes Handeln bei Platon in jedem Fall gesehen.

Dazu müssen sowohl Tugend als auch Wissen in einem bestimmten Grad gelernt werden, und beide modifizieren Fähigkeiten und möglicherweise die Welt.

Artikelbild: Von Unbekannt - http://www.departments.bucknell.edu/History/Carnegie/plato/academy.html, Gemeinfrei, https://commons.wikimedia.org/w/index.php?curid=5030083

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