Wenn man in einer neuen Stadt landet – ob aus beruflichen oder privaten Gründen -, dann beginnt man ein neues Leben. Das kann zunächst recht einsam sein. Doch das muss es nicht! Mit einigen Maßnahmen fühlt man sich schnell heimisch und findet sich zurecht.

Alles, was man machen kann, in einer neuen Stadt, lässt sich unterteilen in kurzfristig und langfristig Sinnvolles. Doch beides ist notwendig in einer ungewohnten Umgebung. Manche Dinge machen sofort Spaß, andere müssen erst mühsam aufgebaut werden zu Spaß oder anderem Nutzen. Natürlich sind auch kurzfristig sinnvolle Dinge hin und wieder langfristig nützlich.

schneller Einstieg

Zunächst ist man in einer neuen Stadt wie ein Tourist. Am Ende muss man auch kennen, was Touristen kennen. Da ist es gut, wenn man sich an eine Touristen-Info oder an den Stadtladen wendet. Die Highlights einer Stadt müssen erkundet werden. Auch mit einer Stadtrundfahrt gewinnt man langsam einen Überblick und ein Gefühl für die Stadt. Was grobe Einteilungen für Touris sind, können für den Neu-Bürger erste Anhaltspunkte sein. Wo ist die Szene einer Stadt, wo leben Reiche, wo wird gekauft und wo wird entspannt? Das alles weiß man schließlich auch von seiner Heimatstadt. Dazu kann man noch von Yelp oder Google Maps lokale Empfehlungen für Restaurants und Bars usw. einholen.

Mit Facebook gibt es auch ganz neue Möglichkeiten. Für fast alle größeren Städte gibt es eine „Neu in …“-Gruppe. Die veranstalten meist Stammtische und unterhalten sich über ihren Weg in die jeweilige Stadt. Manche Menschen bleiben in diesen Gruppen hängen, andere ziehen weiter. Es kann also ein kurzfristiger Halt zum Beginn sein – um überhaupt irgendwen kennenzulernen -, aber man kann dort auch „Menschen für länger“ kennenlernen. Facebook bietet natürlich auch die Möglichkeit, Stammtische anderer Art zu organisieren. Das wird rege genutzt, in vielen Städten, um sich fesseln zu lassen, um Sprachen zu sprechen, zum Trinken oder für sonstige Vorwände zum Trinken (was auch langfristig binden kann).

Man kann auch ganz unorthodox beginnen und andere Bedürfnissen als Nahrung in einer neuen Umgebung befriedigen. Mit Tinder und Co. kann man sich anschauen, was eine neue Stadt zu bieten hat*. Falls ein Stammtisch oder die Stadtrundfahrt gut war, erfährt man so auch direkt gute Orte für ein Date. Gibt es Interessantes – für Hier und Jetzt, oder mehr?

langfristig Wurzeln schlagen?

 Je nachdem, was die Lebenssituation und der Grad der Beschäftigung her gibt, kann man natürlich mehr oder weniger neben Uni, Ausbildung oder Beruf machen.

Man könnte dem neuen Lebensabschnitt auch eine neue Seite von sich selbst hinzufügen: eine neue Sprache an der VHS lernen (dort gibt es auch andere Menschen – auch Tandem-Partner), eine neue Sportart ausprobieren, einem Verein beitreten, sich mal in einer Partei engagieren (lokale Politik ist wichtiger und aufwendiger als es ausschaut), …

Falls joggen, radfahren oder spazieren hin und wieder auf dem Programm stehen: Immer wieder neue Routen aussuchen! Dann wird es nicht langweilig und man lernt auch neue Gegenden kennen.

Man kann auch Gutes tun: Blutspenden, verschiedenste Ehrenämter (z.B.: die eigene Muttersprache vermitteln), Nachbarn helfen bzw. erst einmal Kontakt zu ihnen aufnehmen, …

Natürlich gibt es auch mal Kollegen/Kommilitonen oder Ähnliches. Die kennen sich vielleicht besser aus. Fragen kostet nichts und kann sich lohnen.

Der vermeintliche Königsweg zum Wurzelnschlagen ist wohl das Kinderkriegen. Sind sie erst einmal da, müssen sie in Kontakt mit anderen Menschen kommen: Krabbelgruppe, Kindergarten, Schule – das bindet. Eventuell finden nicht nur die Kinder Freunde, sondern auch die Eltern. Dann ist man wohl angekommen.

[*= Für Schwule gibt es natürlich Gay-Crusing Guides usw. in Sexshops oder online]

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