In diesem Artikel geht es um die beiden endogenen Prozesse Vulkanismus und Plutonismus. Magma kommt aus einer Erdschicht unter der Lithosphäre, der Asthenosphäre, also aus einer Tiefe von mind. 60km.

Lava

Lava ist Magma an der Oberfläche. Die Erscheinung von Lava ist abhängig von ihrer Temperatur und ihrer Zusammensetzung, auch von ihrem Gasgehalt. Je höher der Gehalt an Siliciumdioxid ist und je niedriger die Temperatur ist, desto zähflüssiger ist die Lava. Man unterscheidet Lava in 3 Typen: blasenreiche Lava erstarrt schnell zu Bims, rhyolithische Lava ist zähflüssig (flüssiger als blasenreiche Lava) und erreicht eine Geschwindigkeit von 5 bis 10km/h und die basaltische Lava ist mit bis zu 100km/h sehr schnell und sie ist sehr dünnflüssig.

Vulkanismus

Beim Vulkanismus baut die Magma einen Vulkan auf – Schicht für Schicht. Die Magma kann auströmen oder ausgeworfen werden. An der Oberfläche nennt man sie Lava. Dabei werden Gase freigesetzt. Ist der Gasgehalt größer, ist auch die Eruption heftiger.

Bei Vulkanausbrüchen kann es zu pyroklastische Ablagerungen kommen. Es handelt sich dabei um vulkanisch transportierte Materialien, die explosionsartig freigesetzt werden. Die Korngröße kann dabei sehr variieren. Ist das vulkanische Material größer als 64mm spricht man von vulkanischen Bomben, unter 2mm spricht man von Asche und dazwischen nennt man das vulkanische Lockermaterial Lapilli.

Es gibt allerdings auch pyroklastischer Ströme, die als Glutwolken mit einer Geschwindigkeit von bis zu 1000km/h mit Asche, Gasen und Staub rasen.

Vulkane können, je nach Typ, ihr Material explosiv hinausbefördern oder ausfließen lassen. Zu den explosiven gehören Vulkane mit einer bis zu 500m hohen Lavafontäne, strombolianische Vulkane mit Schlacken- oder Aschekegeln, Vulkane, die Aschesäulen und Lavaströme haben, und (ultra-)plinianische Vulkane, die man auch Strato- und Schichtvulkane nennt, und die Gas- und Glutwolken haben.

Zu den effusiven Vulkanen gehören Schildvulkane und Vulkane mit Lavadecken bzw. Staukuppen oder mit Lavadom.

Ein Maar ist ein Vulkan, dessen Kuppe eingestürzt oder explodiert ist. Nach dem Einsturz oder der Explosion ist der zurückgebliebene Krater mit (Regen-) Wasser vollgelaufen.

Die meisten Vulkane sind an konvergierenden Plattengrenzen (80%). Von den restlichen Vulkanen sind drei Viertel an divergierenden Plattengrenzen und nur 5% sind innerhalb von Platten, an Hot Spots wie Hawaii. Diese Hot Spots sind Orte im Erdmantel, die mit Magma gefüllt sind und an denen bereits Magmaströme vorhanden sind. Die Lithosphäre / die Platte bewegt sich darüber und wird an der Stelle deutlich schneller aufgebrochen. Wenn sie die Platte zu weit weg bewegt, ist der nächste Punkt über dem Hot Spot dran. So entstehen Vulkan-Ketten, wie Hawaii. Dort kann man die Bewegung der Platte über den Hot Spot nachvollziehen.

Plutonismus

Beim Plutonismus werden Gesteinsschmelzen, also Magma, zur Oberfläche der Erde hin transportiert. Dabei werden Teile der Lithosphäre geschmolzen und es entsteht neues magmatisches Gestein.

Wenn es die Magma nicht an die Oberfläche „schafft“, erstarrt sie langsam in der Erdkruste zu Gestein. So entsteht beispielsweise Granit. Über Plattenbewegungen kommen diese tiefen Gesteine an die Oberfläche.

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